Pressemitteilung

JAHRESPRESSEKONFERENZ DES MOZARTEUMORCHESTERS SALZBURG KONZERTSAISON 2019-2020

BEETHOVEN-FIEBER, ENTDECKERLAUNE UND WEITERE JAHRE MIT MINASI 

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe MedienvertreterInnen, 

bei der heutigen Jahrespressekonferenz des Mozarteumorchesters präsentierten Orchesterdirektor Thomas Wolfram und Chefdirigent Riccardo Minasi im Beisein von Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn das äußerst facettenreiche Programm der Saison 2019-2020 – mit Werken von 26 Komponisten aus vier Jahrhunderten in elf eigenveranstalteten Konzerten.

Gleich zu Beginn übermittelte Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn die gute Nachricht, dass der Vertrag des seit Herbst 2017 amtierenden, aus Rom stammenden Chefdirigenten Riccardo Minasi unter freudiger Zustimmung des Orchesters und der Regierungen von Land und Stadt Salzburg erst kürzlich um weitere zwei Jahre bis Ende August 2022 verlängert wurde. „Auch die Begeisterung, die Minasi bei Publikum und Presse hervorruft, haben diese Entscheidung mit beeinflusst“, sagte er und fügte hinzu, auch nach 2022 bestünde die Möglichkeit auf weitere Verlängerungen. Riccardo Minasi zeigte sich ebenso glücklich über die Chance, die Zusammenarbeit mit dem Mozarteumorchester noch weiter zu vertiefen und schwärmte: „Dieses Orchester ist etwas ganz Besonderes.“

Anschließend präsentierten Chefdirigent und Orchesterdirektor das neue Programm gemeinsam. Im Zentrum der kommenden Spielzeit steht natürlich Ludwig van Beethoven, dessen 250. Geburtstag 2020 weltweit gefeiert wird. So eröffnen das Mozarteumorchester und Minasi unter dem Titel „Beethoven-Fieber“ im September einen neuen Reigen der beliebten Donnerstagskonzerte und Sonntagsmatineen. Zu Ehren des Genies kommen im Laufe der Saison vier Symphonien (1, 2, 3, 8), die Chorfantasie sowie die Musik zu Goethes Trauerspiel Egmont zur Aufführung.

Neben Musik von C. P. E. Bach, Mozart, Schubert, Weber, Mendelssohn, Wagner, Brahms, Bruch und Bloch, den Franzosen Saint-Saëns und Berlioz, den Italienern Cherubini und Respighi, dem Ungarn Bartók und den russischen Komponisten Glinka, Borodin und Prokofjew, haben auch seltener gespielte Werke den Weg in die diesjährige Programmkonzeption gefunden, welchen die Entdeckerlaune bei den Zuhörern wecken sollen. Dazu gehören die Symphonie in c-Moll des deutsch-schwedischen Komponisten Joseph Martin Kraus, die Symphonie D-Dur des Basken Juan Crisóstomo de Arriaga, das Oboenkonzert F-Dur des böhmischen Meisters Jan Antonín Koželuh, die Serenade op. 1 des Schweizers Othmar Schoeck, Hans Pfitzners Palestrina-Vorspiele sowie die Symphonie Nr. 2 für Streichorchester von Mieczysław Weinberg. Mit der Aufführung von Fazil Says Violinkonzert „1001 Nights in the Harem“ sowie zweier Stücke – eines davon eine Uraufführung – des jungen, sehr erfolgreichen Salzburger Komponisten Jakob Gruchmann unterstreicht das Mozarteumorchester sein Anliegen, dem Publikum auch zeitgenössische Musik nahezubringen.

Mit Ehrendirigent Ivor Bolton, dem Ersten Gastdirigenten Giovanni Antonini, Mirga Gražinytė-Tyla und Constantin Trinks kehren gleich mehrere Koryphäen der klassischen Musikszene ans Pult des Mozarteumorchesters zurück. Der russischen Dirigenten Andrei Boreiko und der junge spanische Dirigent und Geiger Roberto González-Monjas dirigieren erstmals den Salzburger Klangkörper.

Zu den weltweit etablierten Künstlern, die in den Konzerten auftreten werden, zählen der Schauspieler Ulrich Tukur, der Bratscher Antoine Tamestit, der Cellist Jean-Guihen Queyras, die Geigerin Leticia Moreno, Oboist Albrecht Mayer sowie die Mezzosopranistin Kate Aldrich. Der österreichische Bariton Günter Haumer und der Bachchor Salzburg haben bereits mehrfach mit dem Orchester zusammengearbeitet, während die Sopranistinnen Katja Stuber, Alexandra Lubchansky und Anna El-Khashem sowie der junge italienische Pianist Filippo Gorini ihre Debüts bei dem Ensemble geben.

Internationale Gastspielreisen führen das Mozarteumorchester in einige der bedeutendsten Konzertsäle Deutschlands, darunter die Berliner Philharmonie, und in mehrere Metropolen Südamerikas. Weitere Tourneen sind laut Orchesterdirektor Wolfram in Planung.

Die orchestereigene literarische Kammermusikreihe „Viertel nach acht“ in locker-nachempfundener Wohnzimmeratmosphäre, bei der im Anschluss an den offiziellen Konzertteil in spontan sich zusammenfindenden Gruppierungen in einer sogenannten Classical Jam-Session bis zum Abwinken weitermusiziert wird – ein musikalisches Event, das sich seit der Premiere im Oktober 2018 ständig wachsenden Zuspruchs erfreut –, geht in die zweite Saison.

In puncto Musikvermittlung konzentriert sich der Klangkörper in dieser Spielzeit neben der Fortführung bewährter Projekte auf den Ausbau der jüngsten Kooperationen und innovativen Formate. Doch sollen nicht nur Kinder und Jugendliche, sondern auch Erwachsene mit klassischer Musik in Berührung gebracht werden. So will das Mozarteumorchester mit den „Kantinen-Konzerten“, kurzweiligen und moderierten Live-Auftritten in kammermusikalischer Besetzung, während der Mittagspause in unterschiedlichen Betrieben ein neues Terrain erobern.

Für die vielfältigen Aktivitäten des Orchesters fand Heinrich Schellhorn nur lobende Worte: „Ich freue mich, dass sich das Mozarteumorchester Salzburg schon länger dem Thema ‚Musikvermittlung‘ widmet. Kinder und junge Menschen für klassische Musik zu begeistern, ist eine wichtige und zukunftsweisende Aufgabe von Kulturinstitutionen. Das Mozarteumorchester arbeitet auch regelmäßig daran, neue Kooperationen und innovative Formate zu initiieren.“ Für dieses Engagement möchte er sich herzlich bedanken.

Neuigkeiten gibt es auch im personellen Bereich. Mit Harald Schamberger, derzeit noch Geschäftsführer des österreichischen ensembles für neue musik, wird ab dem 1. Juni 2019 die neu geschaffene Stelle des Kaufmännischen Assistenten besetzt. Die Position von Geschäftsführer Thomas Wolfram, dessen Fünf-Jahres-Vertrag mit Ende der Spielzeit 2019-2020 ausläuft, wird demnächst ausgeschrieben.

Mit musikalischen Grüßen,
Julian Siponen & Dorothea Biehler

Presse Ansprechpartner

Valentina Rhomberg
Dorothea Biehler
pr@mozorch.at

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Das Mozarteumorchester Salzburg (DE | EN)
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