Haydns „Sieben letzte Worte“ als Karfreitagsbotschaft und Zeichen der Hoffnung

Ein einzigartiges Projekt aller acht Landesorchester in Österreich sowie des RSO Wien will ein Zeichen der Hoffnung und des künstlerischen Lebenswillens der Kulturszene setzen.

Sieben Sätze plus Vor- und Nachspiel, neun Orchester – neun Bundesländer: Auf Initiative von Siegwald Bütow, Orchesterdirektor des Mozarteumorchesters Salzburg, entstand aus dieser Kombination ein bis dato einzigartiges Konzertprojekt, das erstmals alle Landesorchester Österreichs sowie das RSO Wien gemeinsam auf die virtuelle Bühne bringt. „Alle Orchester haben sofort zugesagt und die Idee aufgegriffen. Es ist eine wunderbare Möglichkeit, gemeinsam ein Zeichen zu setzen, Mut zu machen und gleichzeitig die österreichischen Orchester miteinander zu verknüpfen. Die Zusammenarbeit funktioniert hervorragend, die Aufgabenverteilung optimal. Jeder bringt sich ein und trägt zur Umsetzung bei“, so Siegwald Bütow.

DAS PROJEKT

Joseph Haydns instrumentale Passionsmusik „Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuz“ wird von den teilnehmenden Klangkörpern jeweils in Eigenregie als Filmaufnahme produziert und anschließend zu einem Gesamtwerk zusammengefügt, das am Karfreitag, den 02. April 2021, 09:00 Uhr auf ORF III in der Reihe „Wir spielen für Österreich“ ausgestrahlt werden wird.

Die Mitwirkenden setzen mit dieser Aktion ein Zeichen der Hoffnung und des künstlerischen Lebenswillens und signalisieren ihre Solidarität mit allen Kultureinrichtungen in Österreich. Sie verstehen diese noch nie da gewesene Zusammenarbeit als Ausdruck ihres Bestrebens, den Menschen emotionalen Halt, geistige Anregung und Freude zu schenken – besonders in Zeiten geschlossener Kultureinrichtungen. „Das österreichweite Konzertprojekt des Mozarteumorchesters Salzburg ist ein besonders schönes Symbol des Zusammenhalts und Zusammenstehens. Mein Dank richtet sich an Orchesterdirektor Siegwald Bütow für die Initiative, neun Ensembles aus allen Bundesländern zu einem gemeinsamen, virtuellen Konzert zusammenzubringen. Sie alle musizieren mit dem Ziel, das Online-Publikum mit ‚Nahrung für die Seele‘ zu versorgen. Innovative Formate wie dieses sind in unseren herausfordernden Zeiten wertvolle Lichtblicke und Rückenwind, sowohl für die Zuhörerinnen und Zuhörer als auch für die Musikerinnen und Musikern.“, so Landeshauptmann-Stellvertreter, Dr. Heinrich Schellhorn.

Für die Theater-, Symphonie- und das Rundfunkorchester, die sich als kulturelle Grundversorger der Menschen im Land verstehen, ist dies ein höchst willkommenes Projekt, eines der eindringlichsten, anrührendsten und zugleich populärsten Werke Haydns miteinander auf die virtuelle Bühne zu bringen.


Sendetermin in ORF III: Freitag, 2. April 2021, 9.00 Uhr


PROGRAMM
Joseph Haydn
Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuz, Hob. XX/1A
(Orchesterfassung, 1787; Zitate aus der oratorischen Fassung von 1796)

L’Introduzione. Maestoso ed Adagio
Mozarteumorchester Salzburg
Dirigent: Riccardo Minasi
Große Universitätsaula Salzburg

Sonata I. Largo: „Vater, vergib ihnen“
Bruckner Orchester Linz
Dirigent: Markus Poschner
Musiktheater Linz

Sonata II. Grave e cantabile: „Fürwahr, ich sag es dir“
Tonkünstler-Orchester Niederösterreich
Dirigent: Wayne Marshall
Festspielhaus St. Pölten

Sonata III. Grave: „Frau, hier siehe deinen Sohn“
Symphonieorchester Vorarlberg
Dirigent: Emmanuel Tjeknavorian
Festspielhaus Bregenz

Sonata IV. Largo: „Mein Gott, mein Gott“
Grazer Philharmoniker
Dirigent: Roland Kluttig
Oper Graz

Introduzione 2 (aus der Oratoriums-Fassung)
ORF Radio-Symphonieorchester Wien
Dirigentin: Marin Alsop
Schloss Esterházy

Sonata V. Adagio: „Ach, mich dürstet“
Kärntner Sinfonieorchester
Dirigent: Nicholas Carter
Stadttheater Klagenfurt

Sonata VI. Lento: „Es ist vollbracht“
Tiroler Symphonieorchester Innsbruck
Dirigent: Kerem Hasan
Haus der Musik Innsbruck

Sonata VII. Largo: „In deine Hände“
Terremoto. Presto con tutta la forza
Wiener Symphoniker
Dirigent: Andrés Orozco-Estrada
Wiener Konzerthaus


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