Pressemitteilung

SONNTAGSMATINEE EINS · 04.10.2020 · 11 Uhr · Großes Festspielhaus

Zwei wegweisende Werke des 19. Jahrhunderts stehen bei der SONNTAGSMATINEE EINS auf dem Programm: Chopins erstes Klavierkonzert, ein Feuerwerk der virtuosen Klavierliteratur, sowie Beethovens Symphonie „Eroica“, die bei ihrer Entstehung ihrer Zeit weit voraus war. Chefdirigent Riccardo Minasi dirigiert das Mozarteumorchester Salzburg.

 

PROGRAMM

Frédéric Chopin
Klavierkonzert Nr. 1 e-Moll op. 11

Ludwig van Beethoven
Symphonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 „Eroica”

Riccardo Minasi, Chefdirigent
Olga Scheps, Klavier
Mozarteumorchester Salzburg

Frédéric Chopin war bekennender Klavier-Fan: „Sein“ Instrument, für das er überwiegend und in atemberaubender Virtuosität komponierte, stand ganz im Zentrum seiner Aufmerksamkeit, das Orchester spielte für ihn eine untergeordnete Rolle – so auch im Klavierkonzert Nr. 1. Es darf ein- und überleiten, schmückend begleiten, aber mehr dann auch nicht. Das gibt bis heute PianistInnen Raum, ihre Kunst und ihr Können exponiert dem Publikum nahe zu bringen. Die Pianistin Olga Scheps interpretiert das romantische Werk Nr. 1, in dem slawische Melancholie, melodische Frische und stupende Kunstfertigkeit eine aufrüttelnde und berührende Mischung eingehen.

Mit der Symphonie Nr. 3 stieß Beethoven, wenn man so will, heldenhaft das Tor in die musikalische Zukunft auf. Heldenmusiken waren zur Zeit der Entstehung der „Eroica“ en vogue. Kein Instrumentalwerk hatte bis dahin solche Dimensionen – was die Länge, die Dynamik und den formalen Aufbau anbetrifft. Das „Heroischste“ an der Symphonie ist der 2. Satz, die „Marcia funebre“. Noch nie war ein Trauermarsch explizit in eine Symphonie aufgenommen worden. Beethoven weitet den üblichen Trauermarsch-Duktus in diesem Adagio zu gigantischen symphonischen Dimensionen aus.

Olga Scheps, Klavier

Die Pianistin Olga Scheps begann mit 16 Jahren als Jungstudentin an der Musikhochschule Köln ihr Studium, welches sie 2013 mit Auszeichnung bei Prof. Pavel Gililov abschloss. Weitere wichtige musikalische Impulse erhielt sie bei Arie Vardi, Dmitri Bashkirov, Andrei Gavrilov und Alfred Brendel. Während des Studiums war sie Stipendiatin der Deutschen Stiftung Musikleben. Sie war zu Gast bei mehreren Konzertreihen und Festivals wie dem Rheingau Musik Festival und dem Klavier-Festival Ruhr.Seit 2009 ist Olga Scheps Exklusivkünstlerin von Sony Classical. Ihr Solo-Album mit Werken von Erik Satie erschien im Mai 2016 und erreichte in Deutschland die Nr. 1 der offiziellen Klassik Charts. Für ihr Album „Chopin“ erhielt Olga Scheps einen ECHO Klassik in der Kategorie „Newcomerin des Jahres“.

 

Riccardo Minasi, Chefdirigent

Riccardo Minasi hat sich als Dirigent und Geiger schnell den Ruf eines der aufregendsten Talente der europäischen Musikszene erworben und in seiner Funktion als Chefdirigent des Mozarteumorchesters auch die Sympathien des Salzburger Publikums in Windeseile erobert. Erst kürzlich wurde der Vertrag des italienischen Vollblutmusikers um weitere zwei Jahre bis August 2022 verlängert.

Neben seinen mitreißenden, von der Kritik stets umjubelten Konzerten in der Mozartstadt, die auch seine erfolgreichen Debüt-Dirigate bei den Salzburger Festspielen und der Mozartwoche einschließen, wird der gebürtige Römer regelmäßig ans Opernhaus Zürich, an die Hamburgische Staatsoper und an die Dutch National Opera eingeladen und pflegt besondere Verbindungen zur NDR Radiophilharmonie, zum Ensemble Resonanz und La Scintilla. Von Riccardo Minasis extremer Vielseitigkeit zeugt seine umfangreiche und mehrfach preisgekrönte Diskografie. 2016 war er an vier mit dem Echo-Klassik ausgezeichneten Alben beteiligt. 2018 und 2019 erhielten zwei seiner jüngsten CD-Aufnahmen den begehrten Diapason d’Or.

Presse Ansprechpartner

Mag. Juliane Breyer
pr@mozarteumorchester.at

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Biografie Mozarteumorchester Salzburg (DE | EN)
Biografie Riccardo Minasi, Chefdirigent (DE | EN)

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